IFAG - Institut für angewandte Gerontologie Aus-, Fort- und Weiterbildung mit staatlich anerkannter Berufsfachschule für Altenpflege Staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung des Landes Berlin Staatlich anerkannte Berufsfachschule für Altenpflege
Validation nach Naomi Feil IFAG - Institut für angewandte Gerontologie - Private Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätte mit staatlich anerkannter Berufsfachschule für Altenpflege
Altenpflege
Mentorin / Mentor
Leitende Pflegefachkraft

Home >> Aktuell / Presse


IFAG - Institut für angewandte Gerontologie - Private Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätte mit staatlich anerkannter Berufsfachschule für Altenpflege - staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung des Landes Berlin

 

 

Die neue dreijährige Altenpflegeausbildung
"Der Verbundpartner" Nr. 23 vom Dezember 2005

Von Jörg Peter, stellvertretender Schulleiter an der Berufsfachschule für Altenpflege am Institut für angewandte Gerontologie (IFAG)

Das neue Altenpflegegesetz, das zum 01. August 2003 in Kraft getreten ist, greift tief in die Ausbildung kommender Altenpfleger ein. An den Schulen wird in einer dreijährigen Berufsqualifizierung nach Lernfeldern und nicht mehr nach Fächern unterrichtet. Das heißt, dass nicht nur eine Fachkompetenz, sondern auch eine Persönlichkeits-, Sozial- und Methodenkompetenz bei den Auszubildenden zu entwickeln ist. Diese Kompetenzen haben sich an der Handlungskompetenz Altenpflege auszurichten. Mit anderen Worten: die Problemlösung der Altenpflegepraxis steht im Vordergrund. Die Ausbildung in der Altenpflege soll somit die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur selbständigen und eigenverantwortlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung alter Menschen erforderlich sind. Folglich wird die gesamte Ausbildung im Praxisverbund durchgeführt. Dieser Praxisverbund kommt u. a. durch mindestens zwei Besuche der Lehrer der Schule pro Ausbildungsjahr vor Ort in den Pflegeeinrichtungen als Praxisbegleitung zur Unterstützung und Förderung der praktischen Ausbildung zum Tragen. Umgekehrt besuchen die Mentoren der Praxis als Gruppe die Schule am IFAG zur Ausbildungsberatung etwa fünfmal im Ausbildungsjahr.

Praktika gibt es nicht mehr, ebenso wenig das Anerkennungsjahr. Eine Vergütung ist zu zahlen, sofern der Auszubildende kein vormals arbeitsloser Umschüler ist, der durch die Arbeitsagentur finanziert wird (bzw. werden sollte). Pflegeeinrichtungen erhalten eine tragende Rolle in der praktischen Ausbildung.

Dies sind die wichtigsten Änderungen durch das neue Altenpflegegesetz. Das in Charlottenburg-Wilmersdorf langjährig ansässige IFAG hat sich als eine der ersten Schulen dieser Aufgabe angenommen, die mit einer staatliche Prüfung endet.

Wie wird künftig ausgebildet?

Das neue Altenpflegegesetz sieht vor, dass die Ausbildung nicht mehr in einen theoretischen und einen anschließenden praktischen Teil getrennt wird, sondern dass beide parallel laufen. Praktika im herkömmlichen Sinn gibt es nicht mehr. Vielmehr wird der angehende Altenpfleger gleichzeitig theoretisch und praktisch lernen. Der Unterschied zur berufsbegleitenden Ausbildung liegt darin, dass Altenpflegeschüler in der Vollzeitausbildung an einem Tag entweder theoretischen bzw. praktischen Unterricht haben oder in der Pflegeeinrichtung ausgebildet werden. Theorie und Praxis wechseln sich in Abschnitten ab. Am IFAG dauert ein Abschnitt ca. vier Wochen.

Die Gesamtverantwortung für die Ausbildung trägt weiterhin die Altenpflegeschule. Dennoch kommt den ausbildenden Pflegeeinrichtungen durch das neue Gesetz ein deutlich größeres Gewicht zu. Sie haben mehr Möglichkeiten, die oben genannte Qualifikation der künftigen Altenpfleger mit zu bestimmen.

Welche Einrichtung darf künftig ausbilden?

Neu ist, dass neben Heimen im Sinne des Heimgesetzes künftig auch ambulante Dienste nach §71 SGB XI als Ausbildungsstätte in Betracht kommen. Voraussetzung für beide ist, dass der Betrieb eine in der Regel weitergebildete, qualifizierte Kraft zur Verfügung stellen kann (Mentor), unter deren Verantwortung die Ausbildung läuft.

Das IFAG bietet ab September 2005 Weiterbildungskurse zum Mentor an. Ziel dieser ist zum einen die Erlangung der nötigen Qualifikation zur Ausbildung von Altenpflegern. Zum anderen sollen unter fachlich qualifizierter Anleitung erste Vorarbeiten für die Ausbildung im Betrieb durchgeführt werden. Denn hier kommen auf ausbildende Betriebe einige Neuerungen zu.

Wie sieht die Ausbildung im Betrieb konkret aus?

Grundlage der Ausbildung der Altenpfleger wird ein für jeden Auszubildenden zu fertigender Ausbildungsplan sein. Dieser hat die Aufgabe, zum einen die aus dem gesetzlich vorgegebenen Ausbildungsrahmenplan folgenden Vorgaben bezogen auf die Einrichtung und den Schüler umzusetzen, sowie zum anderen Ausbilder und Auszubildenden einen klaren Fahrplan vorzugeben, wann welche Inhalte wie zu vermitteln sind. Parallel dazu ist von dem Auszubildenden ein Berichtsheft zu führen, in dem er aus seiner Sicht den Fortgang der praktischen Ausbildung zu dokumentieren hat. Bei allem gilt, dass dem Auszubildenden mit zunehmender Ausbildungszeit Freiräume zur selbständigen Erarbeitung von Lerninhalten gegeben werden sollen. Über die Ausbildungszeit wandelt sich die Aufgabe des Ausbilders vom Lehrenden zum Begleiter.

Welche Inhalte werden im Rahmen der Ausbildung künftig vermittelt?

Grundlage für die zu vermittelnden Inhalte ist für die praktische Ausbildung der für alle Ausbildungsstätten verbindliche Ausbildungsrahmenplan. Neu ist, dass der Rahmenplan eine Zuordnung des Stoffs zu den einzelnen Ausbildungsjahren vornimmt und auch diesbezüglich zwingend ist. Er lässt aber ausreichend Freiraum zur individuellen Gestaltung der Ausbildung, insbesondere im Hinblick auf die persönlichen Voraussetzungen des Auszubildenden, die Gegebenheiten der Ausbildungsstätte und die Durchführungsbedingungen der Ausbildung selber.

Welche Schritte muss man unternehmen, um ausbilden zu können?

Der erste Schritt ist die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb. Für Heime im Sinne des §1 HeimG und ambulante Pflegedienste nach §71 SGB XI ist dies nur ein formeller Akt. Zuständig für die Anerkennung ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales. Ein form loser Antrag reicht. Das IFAG stellt interessierten Einrichtungen ein vorformuliertes Schreiben gerne zur Verfügung.

Als nächstes bedarf es des Abschlusses eines Kooperationsvertrags zwischen Ausbildungsbetrieb und Altenpflegeschule. Er regelt das Zusammenwirken beider bei der Ausbildung. Eine Pflegeeinrichtung kann mit mehreren Altenpflegeschulen solche Kooperationsvereinbarungen schließen.

So die Pflegeeinrichtung in ihren eigenen Räumen nicht den gesamten Umfang der geforderten praktischen Ausbildung abdecken kann, muss sie Kooperationsvereinbarungen mit weiteren Pflegeeinrichtungen schließen. Auch hierzu stellt das IFAG einen praxistauglichen Mustervertrag. Sodann wird im Regelfall die Altenpflegeschule der Ausbildungsstätte Altenpflegeschüler vorstellen, mit denen die Pflegeeinrichtung einen Ausbildungsvertrag zu schließen hat. Dieser regelt, ähnlich einem Arbeitsvertrag, Arbeitszeit, Vergütung, Pflichten des Schülers und ähnliches. Das IFAG stellt ausbildenden Einrichtungen einen Musterentwurf zur Verfügung. Daneben steht es der Ausbildungsstätte offen, eigene Altenpflegeschüler zum Beispiel aus dem Kreis der eigenen Mitarbeiter zu gewinnen. Jedoch ist ein Ausbildungsvertrag ohne gleichzeitigen Abschluss eines Schulvertrags durch den Schüler unwirksam.

Abschließend bedarf es der Abstimmung der Ausbildungsinhalte zwischen Schule und Einrichtung. Da jede Altenpflegeschule mit mehreren Einrichtungen Kooperationsvereinbarungen abschließen wird, wird die Schule hier in Vorleistung gehen.

Wer kann weitere Fragen beantworten?

Die Mitarbeiter des Instituts für angewandte Gerontologie (IFAG) stehen Ihnen für weitergehende Fragen zur Verfügung. Gerne kommen wir auch in Ihre Einrichtung und stellen Ihnen das neue Altenpflegegesetz vor.

Das IFAG stellt Pflegeeinrichtungen, die an der Ausbildung von Altenpflegern interessiert sind, mit der Broschüre "Hilfestellung für den Aufbau und die Gestaltung der praktischen Ausbildung" umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung.

 

«  zurück zur Übersicht

zum Rundgang

zum Rundgang

zum Rundgang

zum Rundgang

IFAG - Institut für angewandte Gerontologie
Campus: Gierkezeile 7, 10585 Berlin
Verwaltung: Haubachstraße 8, 10585 Berlin
Tel.: (030) 341 50 34    eMail: info@ifag-berlin.de